Mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes stellen sich die im Zweckverband Schwalm zusammengeschlossenen Städte und Gemeinden Schwalmstadt, Frielendorf, Gilserberg, Schrecksbach und Willingshausen ihrer Verantwortung für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region.
Die Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes sollen einerseits einen Beitrag zum weltweit notwendigen Schutz des Klimas leisten. Andererseits sollen sie durch langfristig stabile Kosten für den Energiebedarf den Wohn- und Wirtschaftsstandort Schwalm stärken.
Darüber hinaus steigert die Umsetzung der Maßnahmen die regionale Wertschöpfung insbesondere der Landwirtschaft sowie der Bau- und Energiewirtschaft durch die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort und Maßnahmen der Energieeinsparung.
Die beauftragten Planungsbüros iat und INFRASTRUKTUR & UMWELT aus Darmstadt wurden damit beauftragt, ein entsprechendes Klimaschutzkonzept mit folgenden Elementen zu erstellen:
1. Erarbeitung einer fortschreibbaren CO2-Bilanz von 1990 bis heute zur Ermittlung von Handlungsschwerpunkten und zur Definition von Klimaschutzzielen, die sich auf das Basisjahr 1990 beziehen.
2. Analyse der Potenziale für die Verminderung des Energiebedarfs und die Nutzung erneuerbarer Energien in der Schwalm und Beschreibung möglicher Umsetzungsszenarien. Dabei wird das integrierte Wärmenutzungskonzept als Teilkonzept integriert.
3. Formulierung von Klimaschutzzielen bis zum Jahr 2030
4. Zusammenstellung eines Maßnahmen-Kataloges zur Erreichung der Klimaschutzziele mit der Benennung von möglichen Verantwortlichen für die Umsetzung und notwendigen Randbedingungen für die Umsetzung (z.B. Finanzierung, rechtliche Voraussetzungen). Dabei werden die umfangreichen Aktivitäten in der Region und die Maßnahmen des Wärmenutzungskonzeptes integriert.
Ein Entwurf zur Beratung in den politischen Entscheidungsgremien soll bis zum Juli 2011 erarbeitet werden.
Beteiligung relevanter Akteure und Information der Öffentlichkeit
Die Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes wird durch relevante Akteure aus der Region begleitet, die sich bereits im Rahmen des Stadtumbaus Schwalm engagieren.
Auf dieser Internetseite wird die Öffentlichkeit über die jeweils aktuellen Zwischenergebnisse informiert.
Förderung im Rahmen der BMU Klimaschutzinitiative
Das integrierte Klimaschutzkonzept für den Zweckverband Schwalm wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert (Förderkennzeichen 03KS1402). Der Bewilligungszeitraum für dieses Projekt reicht vom 1. Oktober 2010 bis 31. Juli 2011. Die fördertechnische Betreuung erfolgt durch den Projektträger Jülich